Gesetzgebung zum Thema Umweltrecht
30.09.2009 | Gesetzgebung
Treibhausgasemissionen in der EU 2008
Nach Auswertung der Daten der Mitgliedstaaten haben sich die europäischen Treibhausgasemissionen des Jahres 2008 um 3,06% gegenüber 2007 verringert.
Treibhausgasemissionen in der EU 2008
Im Jahr 2008 beliefen sich die geprüften Emissionen der 11 359 durch das Treibhausgasemissionshandelssystem (ETS, Emission Trading System) erfassten Anlagen auf 2,11 Mrd. t CO2-Äquivalente. Obwohl die Wirtschaftsleistung innerhalb der EU im Jahr 2008 um 0,8% gegenüber 2007 gestiegen ist, sanken die Emissionen um 3,06 %. Deutschland emittierte um 2,9 % weniger Treibhausgase, wobei 1668 Anlagen erfasst wurden. In der zweiten Handelsperiode des ETS vom 1.1.2008 bis 31.12.2012 soll die Emissionsmenge insgesamt um 6,5% gesenkt werden, so dass bereits jetzt beinahe die Hälfte der bis 2012 im Rahmen des Kyoto-Protokolls vorgesehenen Reduktion erzielt worden ist. Im Rahmen der Vereinbarung von Kyoto von 1997 ist für die EU, inklusive der Einsparungen durch das ETS, bis Ende 2012 eine Gesamtreduktion der Emissionen um 8% gegenüber dem Stand von 1990 vorgesehen. Die Mitgliedstaaten haben dieses Gesamtziel nach dem Prinzip der Lastenteilung (burden sharing) untereinander aufgeteilt. Beispielsweise hat sich Deutschland zu einer Verringerung um 21% verpflichtet, das Vereinigte Königreich muss 12,5 % einsparen, während Frankreich seinen Ausstoß auf dem Niveau von 1990 stabilisieren darf. Hingegen dürfen Spanien und Portugal ihre Emissionen sogar um 15% bzw. 27% steigern.

