Dienstag, 22. Mai 2012

Personalmanagement
Zuviel Aufwand im Vergleich zum Nutzen?
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Autor: huss
huss
Geschrieben am:
Freitag den 02.10.2009

huss


Häufig treffe ich in Seminaren zur Einführung einer Leistungsorientierten Vergütung auf die Vorstellung von Teilnehmern, dass die Handhabung der Zielsysteme zu aufwändig sei, um daraus einen ökonomischen Nutzen ziehen zu können. Bemerkenswert dabei ist, dass dieses Argument im Seminar genannt wird bevor es in der Praxis ausprobiert wurde. Als Seminarleiter interpretiere ich es daher als eine Form des Widerstands, der sich gegenüber Neuem aufbaut.

Die Führungskräfte merken im Laufe des Seminars, dass eine Welle von Erwartungen an sie und ihre Rolle gerichtet wird. Damit wächst die Befürchtung, diesen nicht gerecht werden zu können oder das Empfinden, sich dem auch nicht aussetzen zu wollen. Ich bestätige dann im Seminar den Teilnehmern, dass zu Beginn viel Neues auf sie zukommt, das es zu bewältigen und zu gestalten gilt.

Wie bei allen neuen Systemen, die einzuführen sind, erweist sich der Aufwand in der ersten Phase als besonders hoch und fällt dann bei den nächsten Wiederholungen stetig ab, bis er sich schließlich auf einen deutlich niedrigeren Niveau einpendelt. Ich halte es hierbei für wichtig, wie der eigene Anspruch an sich selbst formuliert ist; Perfektionismus gerät leichter zur Überforderung als die Erkenntnis sich selbst bei der Handhabung des Instrumentariums in Schritten kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Ähnliches gilt für die Aneignung des erforderlichen Wissens. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht um eine Wissensqualität handelt wie z.B. das Umgehen mit einer Software zu erlernen, sondern um die Ausbildung einer Kompetenz mit Menschen umzugehen und dabei deren Wirksamkeit in der Erfüllung von Aufgaben und in der Umsetzung von innovativen Organisationszielen zu steuern.

Wenn die Grundeinstellung eines Vorgesetzten zu seiner Kernaufgabe des Führens von Mitarbeitern stimmt, wird es auch gelingen ein praktikables und akzeptiertes Instrument zur Vereinbarung von nutzbringenden Organisationszielen zu entwickeln, auf deren Basis dann der Grad einer Zielerreichung in einem entsprechenden Beurteilungsgespräch festgestellt wird.



Gerd Huss
intraVox-consulting
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